Montag, 30. Juli 2012

Die feinsten Sünden

Schwanger sein hat einen grossen Vorteil: Man darf sich essenstechnisch auch mal gehen lassen. Und das mache ich auch regelmässig (es macht richtig Spass - ich kann es nur weiterempfehlen). Auch wenn ich natürlich weiss: Alles, was ich esse, geht direkt ans Baby weiter. Ich versuche deshalb auch immer, viel Gemüse und Früchte zu mir zu nehmen (siehe hier). Aber machen wir uns nichts vor: Diese dienen lediglich als Ausgleich für alles Ungesunde, was ich sonst so esse. So zu sagen um das schlechte Gewissen zu beruhigen. Hier die feinsten Sünden meiner bisherigen Schwangerschaft:

Meringue mit Schlagsahne und irgendwelchen Alibi-Früchten.
Schokoladenkuchen in jeder erdenklichen Art und Form (Rezepte folgen).
Oh ja, Fastfood! Immer her mit Pappe-Burger, Pappe-Fries und Pappe-Nuggets. Mhm.
Meine Lieblingsgummibären (aus Konstanz - so viel ich weiss, gibt es die in der Schweiz nicht).

Samstag, 28. Juli 2012

Mutterfutter vom Grill

Ich liebe die Grillsaison aus mehreren Gründen:
  1. Es ist Sommer, die Sonne scheint und die Nächte sind warm.
  2. Mein Mann übernimmt ausnahmsweise den grössten Teil der Nahrungsaufbereitung.
  3. Man muss danach fast gar nichts abwaschen.
  4. Grillieren kann mit Poulet und viel Gemüse richtig gesund sein.
Mein einziges Problem, jetzt wo ich schwanger bin: Poulet und Gemüse können mich nicht mehr vollständig zufrieden stellen. Ich brauche mehr. Ich brauche Dessert! Und weil ich drei Jahre meines Lebens in den USA verbracht habe, weiss ich, dass man auch dafür nicht in die Küche gehen muss, solange ein Grill in der Nähe steht. Die einfache Lösung: Grillierte Marshmallows. In Amerika werden sie zelebriert als wärs eines der wichtigsten Kulturgüter überhaupt. (Vielleicht ist es das auch.)

Klingt eklig? Ist es aber nicht! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, welch neue Dimension etwas Feuer und Hitze einem Marshmallow geben kann. Ich werde versuchen, es euch zu erklären: Das Marshmallow hat, kalt genossen, eine Konsistenz, die ich am besten mit "ich-glaub-ich-beiss-in-eine-Watte" beschreiben kann. Hält man es aber einige Minuten übers Feuer, mutiert die äussere Schicht zu einer knusprig goldenen Zuckerglasur, während die innere Schicht zu einer feinen und zugegeben extrem klebrigen Creme mutiert. Einfach Wundervoll! Und so gehts:

Marshmallow rund 10 Minuten über das Feuer halten.
Mit dem Finger testen, ob die äussere Zuckerschicht schon hart ist. Reinbeissen.
Im Hintergrund: Unser kleine Garten.
Ich beim Versuch, während dem klebrigen Genuss die würde zu bewahren.

Donnerstag, 26. Juli 2012

Die ungeschminkte Wahrheit

Hat seine Tücken: Als Schwangere im ÖV zur Arbeit zu gehen.

Wie ihr meiner Liste der zehn Dinge, die ich am Schwangersein liebe bestimmt schon entnehmen konntet, bin ich sehr gerne schwanger. Trotzdem möchte ich auch festhalten: Nicht alles, was einer Frau in der Schwangerschaft wiederfährt, ist schön. Im Gegenteil: Immer wieder habe ich in den vergangenen Monaten Sachen erlebt, mit denen ich nur schlecht umzugehen wusste. Und immer wieder habe ich mich gefragt: “Wieso sagt einem das denn keiner?” Wir Frauen sprechen meiner Meinung nach viel zu wenig über die Schattenseiten des Schwangerseins. Vielleicht weil sie angesichts der wundersamen Entstehung eines Lebens im eigenen Bauch schlicht zu unbedeutend scheinen. Nichts desto trotz möchte ich hiermit meine Pflicht wahrnehmen, der Frauenwelt auch die Kehrseite der Madaille zu offenbaren. Hier also die Liste der Dinge, die an einer Schwangerschaft weder romantisch, süss noch lustig sind:


  1. Fangen wir am Anfang an: Der Bauch wächst. Das an sich ist ja nichts Schlimmes - im Gegenteil, auch ich gehöre zu den Frauen, die Schwangerschaftsbäuche süss findet. ABER: Was man nicht sieht ist, dass im Innern dieses Bauches, sobald die Gebärmutter beginnt, mehr Platz einzunehmen, der Kampf der Organe losgeht. Ist ja auch logisch. Plötzlich bleibt in dieser Region neben dem Baby für fast nichts anderes mehr Platz. Weichen müssen also (unter anderem): Die Blase, der Magen und die Nieren.
  2. Und damit wären wir schon beim nächsten Punkt: Der ständige Gang zur Toilette. Wie in Punkt eins erklärt, drückt die Gebärmutter auf die Blase, was zu “verstärktem Harndrang” (wie die Ärzte das so schön ausdrücken) führt. Damit aber nicht genug. Oh nein! Denn wird das Baby erst grösser und lernt, seine Ärmchen und Beinchen zu benutzen, fängt es fröhlich an, der guten alten Blase der Mama ab und zu eins auf die Kappe zu geben. Das wiederum führt zu sehr überraschendem und plötzlichem Harndrang. Und das kann nerven, besonders wenn man gerade in einer S-Bahn sitzt oder noch viel besser, an der Migros-Kasse in der Schlange steht.
  3. Wo wir gerade an der Migros-Kasse sind: Eine Freundin von mir, die bereits zwei Kinder hat, erzählte mir vor Kurzem, dass sie jedes Mal Milch verliert, wenn sie ein Kind schreien hört. Ihre Brüste reagieren also sozusagen auf das Bedürfnis des Kindes, noch bevor es an der Brust am saugen ist. Ein weiterer Beweis dafür, wie genial Mutter Natur den menschlichen Körper ausgestattet hat, könnte man jetzt sagen. Das einzige Problem: Die Brüste reagieren eben nicht nur beim eigenen Kind, sondern bei jedem kleinen Scheisserchen, das an der Migros-Kasse nach einem Bonbon schreit. Ich musste über diese Geschichte erstmal lachen und dachte mir, das betrifft mich ja zum Glück noch ein Weilchen nicht. Pha! Falsch gedacht. Denn obwohl mein Geburtstermin noch weit entfernt ist, habe ich schon längst genug Milch, um ein Baby zu versorgen (oder zumindest fühlt es sich so an). Ich war schockiert, als ich zum ersten Mal die nassen Flecken in meinem BH sah (Wieso sagt einem das denn keiner!). Man hat also schon Milch, bevor das Kind da ist. Toll.
  4. Das Blutvolumen nimmt während der Schwangerschaft stark zu. Eine schwangere Frau hat rund 30 Prozent mehr Blut in ihrem Körper als eine nichtschwangere Frau. Das sorgt zwar für schöne rote Wangen (nicht umsonst sagen viele Männer, ihre Frauen seien während der Schwangerschaft am schönsten), doch weil das Gewebe so stark durchblutet ist, kommt es auch immer wieder vor, dass kleine Äderchen platzen. Dies führt zu Symptomen wie häufiges Nasenbluten oder Zahnfleischbluten.
  5. Womit wir auch schon bei den Krampfadern angelangt wären. Mehr Blut im Körper bedeutet nämlich auch mehr Arbeit für die Venen, die das Blut von den Beinen wieder hoch ins Herz transportieren müssen. Dies gelingt ihnen immer schlechter. In Kombination mit der wachsende Gebärmutter, die auf die Venen im Becken drückt, kommt es deshalb nicht selten zu Krampfadern. Bewährtes wenn auch wenig beliebtes Gegenmittel: Die Stützstrümpfe.
  6. Die Lunge: Schwangere sind öfters mal ausser Atem. Anders ausgedrückt: Wir sind schnaubende Walrösser, sobald es darum geht, eine Steigung von 1 Prozent oder mehr zu Fuss oder mit dem Velo zu bezwingen. Diese Kurzatmigkeit kommt unter anderem daher, dass der wachsende Bauch mit der Zeit nicht nur die Blase verdrängt sondern auch auf die Lunge stösst, was zu einem verminderten Lungenvolumen führt. Diese Entwicklung erreicht ihren Höhepunkt gegen Ende der Schwangerschaft, wo Frau teilweise das gefühl hat, auch oder besonders in liegender Stellung kaum noch atmen zu können.
  7. Last but not least: Während unser Körper immer unförmiger und das tägliche Leben immer umständlicher wird, arbeiten wir Frauen natürlich fleissig weiter wie bisher - am besten bis die Fruchtblase platzt, wie ich meinem Chef einmal frech vorschlug. Das fände er dann doch etwas eklig, so sein Kommentar dazu. Das wäre aber auch schon der einzige Grund, wieso ich am Tag der Geburt entschuldigt bin. Schliesslich bin ich ja “schwanger und nicht krank”. Dieser Meinung sind übrigens auch die Ärzte, weshalb sie sich zum Teil weigern, ein Arztzeugnis zu schreiben, wenn die Schwangerschaftsbeschwerden die Arbeit zur Qual machen. Sie finden nämlich, es sei Aufgabe des Arbeitgebers, den Einsatzbereich einer schwangeren Arbeitnehmerin ihren eingeschränkten Möglichkeiten anzupassen. Das ist natürlich richtig, klappt aber längst nicht immer. Und so bleibt uns Frauen oft nichts anderes übrig, als die verbleibenden Ferientage zu sammeln und für die Zeit vor der Geburt, in der man sich kaum noch ohne Schmerzen bewegen kann, aufzusparen.

Dienstag, 24. Juli 2012

Birchermüesli mit Johannisbeeren

Wer mich auf Instagram verfolgt (neuer Name: mutterfutter) weiss es bereits: Vor kurzem musste ich die Johannisbeeren in unserem Garten ernten. Lange habe ich mich davor gedrückt, weil ich nicht wusste, was ich damit machen sollte. Johannisbeeren sind mir zu sauer, um sie pur zu essen. Und für ein paar Gläser Konfitüre war die Ausbeute zu klein. Kuchen konnte ich damit ebenfalls nicht machen, weil ich die letzten Wochen aus lauter Fresslust mindestens einen Kuchen pro Woche gebacken habe (vor allem, um den Teig zu naschen) und keinen davon fertig gegessen habe (ein ganzer Kuchen ist selbst für eine Schwangere zu viel des Guten!).

Nun war es aber wirklich an der Zeit, die Johannisbeeren sahen schon fast dunkelrot und richtig lecker aus. Also habe ich sie gepflückt und daraus ein feines, schweizerisches Birchermüesli gemacht. Ich habe neben Johannisbeeren noch Pfirsiche mit weissem Fleisch hinzugefügt, weil diese im Moment so richtig saftig und süss sind. Zudem verwende ich für mein Müesli statt Sultaninen immer getrocknete Cranberries, weil mir diese besser schmecken und sie zudem sehr gesund sein sollen. Natürlich habe ich wie immer statt normalem Joghurt ein Sojajoghurt verwendet und statt Milch einfach mit Orangensaft verdünnt. Die Weizenflocken habe ich durch Dinkelflocken ersetzt, die man inzwischen zum Glück sowohl im Migros als auch im Coop finden kann. Das ganze schmeckte richtig gut - und war dazu auch noch sehr gesund!


Neben roten fand ich auch ein paar weisse Johannisbeeren im Garten.
Mit einer Gabel kann man die Beeren gut vom Stiel trennen: Einfach einfädeln und durchziehen.
Weisse Pfirsiche gehören im Moment zu meinen Lieblingsfrüchten.
Ich verwendete Dinkel- statt Weizenflocken.
Sojajoghurt von Sojade, getrocknete Cranberries und Orangensaft.
Mmmmmm lecker!

Montag, 23. Juli 2012

Sexy Daddy

Seit ich schwanger bin, schmilzt mein Herz jedesmal dahin, wenn ich ein Mann mit Baby sehe. Nichts ist attraktiver als ein Vater, der bei der Kindererziehung mit anpackt und keine Angst davor hat, seine Gefühle zu zeigen. Zudem sind die starken Arme und grossen Hände eines Mannes doch wie dafür gemacht, ein Baby zu tragen, oder? Hach... Diese Promi-Väter machens vor:

Chris Hemsworth mit Tocher India Rose (Quelle: celebuzz.com)
Jay-Z mit Blue Ivy (Quelle: celebbabylaundry.com)

Alessandra Ambrosios Mann mit Baby Noah (Quelle: celebbabylaundry.com)

Freitag, 20. Juli 2012

Nudeln mit Cherrytomaten, Chili und Speck

Gestern hatte ich mal wieder Lust auf Pasta. Also kochte ich eines meiner Lieblings-Pasta-Rezepte (wovon es unzählige gibt). Dieses hier ist ganz einfach: In einer Bratpfanne den Speck (je nach Gusto in Tranchen oder Würfeln) anbraten. Sobald dieser dunkel ist, die Hitze auf eine tiefe Stufe reduzieren. Eine grosszügige Menge Olivenöl sowie gehackte Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Cherrytomaten und Chili dazu geben und das ganze für mindestens fünf Minuten ziehen lassen. Et voilà!

Mittwoch, 18. Juli 2012

Zehn Dinge, die ich am Schwangersein liebe


Die Vorzüge einer Schwangerschaft

  1. Den schönen runden Bauch.
  2. Wenn ich spüre, wie sich mein Baby darin bewegt.
  3. Wie ich von den Passanten angelächelt werde, wenn ich die Strasse entlang gehe.
  4. Dass mir mein Mann (fast) jeden Wunsch von den Augen abliest.
  5. Dass ich den Frappuccino von Starbucks jetzt nicht mehr selbst halten muss, sondern bequem auf meinem Bauch abstellen und so direkt am Strohhalm saugen kann (siehe Bild).
  6. Dass ich so viel Süsses essen darf, wie ich will - ich bin schliesslich schwanger.
  7. Meine Haut ist dank den Schwangerschaftshormonen viel schöner.
  8. Meine Brüste sind riesig.
  9. Jedes Mal, wenn ich ausfällig werde, kann ich das auf die Schwangerschaftshormone schieben.
  10. Wann immer ich etwas Kleines sehe, darf ich so oft “jöööööö” sagen wie ich will. Keiner hält mich für verrückt. Nur Schwanger.

Montag, 16. Juli 2012

Schwangerschaftsgelüste

Seit ich schwanger bin habe ich ständig Lust auf Süsses, während ich früher eher Salziges bevorzugte. Und obwohl ich ständig am Essen bin, habe ich zum Glück noch nicht zu sehr zugenommen (+7 Kilo seit Beginn, was anscheinend recht normal ist). Meine Angst, irgendwann wie Jessica Simpson auszusehen, war bisher also unbegründet.

Ich versuche aber auch darauf zu achten, neben dem vielen Zucker immer wieder etwas gesundes zu mir zu nehmen. Wie zum Beispiel diesen leckeren Milkshake für zwischendurch. Ich habe dafür statt Milch von der Kuh Mandelmilch genommen, weil ich normale Milch nicht vertrage. Der Shake schmeckt damit - und natürlich mit den feinen Erdbeeren aus dem eigenen Garten - auch sehr gut! Einfach alle Zutaten in einen Mixer, Knopf drücken und prost!


Samstag, 14. Juli 2012

Ich werde Mama!

Hi! Mein Name ist Dorothea Vollenweider ehemals Schläpfer (ich habe im vergangenen Mai die Liebe meines Lebens, meinen besten Freund und den schönsten Mann, den ich kenne geheiratet - sorry Ladys!). Ich habe Wirtschaft studiert und verdiene mein Geld seither als Journalistin im Bereich Wirtschaft. Zudem kennen mich die einen von euch vielleicht von meinem letzten Blog www.häppyschläpfing.ch. Dort habe ich mich über die Mode auf den Schweizer Strassen ausgelassen, was grossen Spass machte, aber auch viel Zeit in Anspruch nahm, da ich jeweils viel Zeit damit verbrachte, Fotos von mehr oder weniger modischen Schweizern zu schiessen. 

Deshalb, aber auch, weil sich meine Interessen inzwischen etwas weg von Mode hin zu Baby & Familie verschoben haben, habe ich meinen ersten Blog auf Eis gelegt. Denn: Ich bin im 8. Monat schwanger. Und mit dem Schwangerschaftstest, den ich vor knapp acht Monaten gemacht habe, hat sich mein Leben komplett verändert. Aber keine Angst - Mode ist noch immer ein grosses Thema in meinem Leben und soll auch auf diesem Blog einen Platz finden - im Moment dreht sich dabei jedoch alles darum, welches ach-so-süsse Kleidchen ich für mein kleines Mädchen als nächstes kaufen werde (ja, es wird ein Mädchen!) und ob ich wohl noch irgendwo mal eine Umstandshose finden werde, die mir passt. Aber das sind natürlich noch die kleinsten Freuden und Sorgen, die man hat, wenn man plötzlich vor einer so massiven Veränderung in seinem Leben steht. Was meine Welt sonst noch bewegt, seit mein Bauch die Form einer kleinen Wassermelone angenommen hat, werde ich auf diesem Blog mit euch teilen. In der Hoffnung, vielleicht ab und zu einer anderen werdenden Mutter ein "genauso ist es mir auch ergangen!" zu entlocken und auch, um all meine Facebook-Freunde von meinen ständigen Status-Updates zu befreien, in denen ich mein Mitteilungsbedürfnis bisher schamlos ausgelebt habe.