Mittwoch, 30. Januar 2013

Das Handbuch für die gute Hausfrau

Ein Freund von mir hat letzthin dieses Foto auf Facebook gepostet:


Da ich seit kurzem ja selbst Hausfrau bin, hat mich dieser Auszug aus dem "Houskeeping Monthly" von 1955 natürlich brennend interessiert. Sofort habe ich die einzelnen Punkte gelesen und... mir sind fast die Augen aus dem Kopf gefallen. Unglaublich, was vor noch nicht mal so langer Zeit von uns Hausfrauen verlangt wurde. Ich empörte mich umgehend bei der nächstbesten Person, die mir über den Weg lief, was in diesem Fall meine 4 Monate alte Tochter Amelie war. Die hats nicht so interessiert. Mich aber schon. Also ging ich auf Recherche.

Hier findet ihr die komplette Liste dieser nett gemeinten Tipps an die Hausfrauen von damals. Wer sie durchliest, wird sich innert kürzester Zeit so fühlen, also wäre er / sie mitten in eine Episode der Serie "Mad Men" versetzt worden (ich LIEBE diese Serie). Mein absoluter Favorit: "Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel, verglichen mit dem, was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat." Pha! So weit kommts noch. 

Ihr sollt mich nicht falsch verstehen, ich will ja auch, dass sich mein Mann wohl fühlt, wenn er nach Hause kommt. Aber ich werde ihm bestimmt niemals die Schuhe ausziehen, wenn er es sich nach der Arbeit in seinem Lieblingssessel bequem gemacht hat und seien wir ehrlich, wenn es nicht gerade Freitag ist und ich einen Abend mit meinen Mädels geplant habe, werde ich mich wohl auch nie extra chic machen, bevor er heim kommt. Zudem muss mir erst mal jemand erklären, wieso seine Gesprächsthemen wichtiger sein sollten als meine. Und ich glaube, dass ihm ein bisschen Lärm seitens unserer kleinen Tochter auch nicht schadet. Nun gut, wir leben ja zum Glück nicht mehr im Jahr 1955. Hier deshalb meine Liste der Dinge, die ich als Hausfrau im Jahr 2013 versuchen werde, zu erfüllen: 
  1. Dafür zu sorgen, dass mein Kind glücklich ist und es ihm niemals an Liebe und Zuneigung fehlt.
  2. Wenn möglich ein Mal pro Tag mit meinem Kind an die frische Luft zu gehen.
  3. Ein feines Abendessen vorzubereiten, damit die ganze Familie mindestens ein Mal pro Tag zusammen am Tisch sitzen, etwas gesundes essen und miteinander reden kann.
  4. Ein einigermassen sauberes Haus zu wahren.
  5. Ach ja, und die Wäsche muss wohl auch noch gemacht werden.
Reicht das? Oder was habt ihr so für Ansprüche an euch selbst?

Montag, 28. Januar 2013

Für meine vier Monate alte Tochter


Wenn du zappelst und unruhig bist
Weil du schauen
die Welt kennen lernen willst
Und dich danach ganz erschöpft und müde
Wieder von mir tragen lässt
Dich einkuschelst in meine Arme
Und einfach fallen lässt

Erfüllt mich eine tiefe Trauer
Weil dieser Moment
Dieses grösste Glück
Das du mir schenkst
Indem du bist
Jetzt schon wieder schwindet
Und dann bereits verschwunden ist

In diesem einen Moment
Bist du wieder gewachsen
Hast du wieder etwas gelernt
Und dich erneut ein Stück von mir entfernt
Und ich kann es nicht fassen
Dieses flüchtige Glück
Das du mir schenkst
Indem du bist

Mittwoch, 23. Januar 2013

Meine Woche auf Instagram

Weil ich gerade etwas uninspiriert / schwer beschäftigt mit meinem fast vier Monate alten Wirbelwind bin, hier kurz und knackig meine vergangene Woche auf Instagram:

Mein Lieblingsnagellack, weil eine Schicht reicht und die Hände sofort unheimlich gepflegt aussehen: No13 von YSL.


Das habe ich am Wochenende verspiesen: Eine Selektion dreier verschiedener argentinischer Steaks. Ach ja, und Beilagen.


Mein Lieblingseistee. Er wird heiss serviert und dann in ein Glas voll Eis gegossen. Leeecker!


Wenn wir schon bei den Lieblingssachen sind: Meine Lieblingsfüsse, verpackt in Ballerinas aus Italien.


Und dann noch mein hier-wär-ich-zu-jeder-Tageszeit-gerne-Foto. Wo kriegt man dieses Ding? WILL HABEN!

Mittwoch, 16. Januar 2013

Schokoladen-Muffin

Eigentlich müsste man diesen Blog auf Muffins & More umbenennen, so oft wie ich hier Muffin-Rezepte poste. Ich gebe zu, im Moment ein wenig muffinsüchtig zu sein. Aber was bleibt einem den sonst, wenn man kein Koffein und kein Alkohol zu sich nehmen darf! Letzte Woche habe ich sogar mein eigenes Muffin-Rezept kreiert. Ich habe dazu dieses Rezept von Annemarie Wildeisen abgeändert und statt Beeren in die Mitte jedes Muffins ein dunkles Truffe getan. Dann habe ich die Küchlein bei 170 Grad für 25 Minuten gebacken. Das Resultat: In der Mitte jedes Muffins stösst man auf leckere flüssige Schokolade. Mmmmmm

Freitag, 11. Januar 2013

Mein neuer Job


Es hängt ein Düftchen in der Luft
Saure Milch, das ist der Duft
Ich riech an meiner Haut, am Haar
Dieser Duft, so wunderbar!

Bin ich es, die gewaschen werden muss?
Ach was, vom Parfum einen Schuss!
So, nun riecht es plötzlich fein
Halt! Was könnte das jetzt sein?
Saure Milch steigt mir in die Nase
Von wo kommen diese Gase?

Sind es etwa die Kleider?
Die vom Baby, meine, beider?
Ich riech und schnüffle
Von wo kommen diese Düfte?

Dann muss es wohl der Wäschekorb sein
Eine andere Möglichkeit gibts nicht, nein
Aber halt, der ist doch leer?
Gestern hatte ich keine Wäsche mehr!

Lass mal sehn - was seh ich hier?
Schon wieder voll?
Wut steigt in mir!
Erst gestern hab ich alles gewaschen.
Jetzt sind es schon wieder zwei volle Taschen!

Also dann, schnell in den Keller
Die Düfte werden immer krimineller
Die Wäschetrommel dreht sich nun
Was könnte ich währenddessen tun?

Zurück in der Wohnung, ich glaub es kaum
Ein neuer Duft erfüllt den Raum
Was ist diese Wolke, die mich umhüllt?
Na klar, das Baby hat die Windel gefüllt!
.

Dienstag, 8. Januar 2013

Neujahrsgruss

Was tun, wenn einem alle Nachbarn zu Weihnachten etwas vor die Tür gestellt haben, du selbst aber trotz neu erkorenem Hausfrauentum auf ganzer Linie versagt hast? (Die Weihnachtsguetzli waren weg, bevor ich sie abpacken konnte. Was?) Schnell ein paar Muffins backen, aus Zahnstochern und Post-Its ein Fähnchen basteln und eine frohe Botschaft (in meinem Fall ein Neujahrsgruss) drauf schreiben. Ich habe mich für diese Apfelmuffins von Annemarie Wildeisen entschieden. Sehr feucht, sehr lecker!

Montag, 7. Januar 2013

Flammkuchen



Habt ihr mich schon vermisst? Ich habe mir zwei Wochen "Ferien" gegönnt. Wenn man Mutter ist, verliert das Wort irgendwie seine Bedeutung. Trotzdem war es schön, viel Zeit mit meiner Tochter und meinem Mann zu verbringen. Zwischendurch habe ich meiner Familie auch etwas feines gekocht. Zum Beispiel Flammkuchen:

Hefeteig:
300 g Mehl
2 TL Salz
-> mischen
15 g Hefe
1,8 dl Wasser lauwarm
-> Hefe im Wasser auflösen, zum Mehl geben
1 EL Olivenöl
-> dazugeben, kneten. Teig ca. 45 Minuten aufgehen lassen.

Den Teig dünn auswallen, dann wird der Flammkuchen schön knackig. Die Menge reicht für zwei Blech-grosse Flammkuchen. Mit Sauerrahm bestreichen (ich habe Soja-Sauerrahm benutzt, das ging ebenfalls problemlos), dann mit Speck, Zwiebelringen und etwas Rosmarin belegen und bei 220 Grad für 15 Minuten in den Ofen. Mmmmhmmmm