Samstag, 30. März 2013

Frohe Ostern!

Frohe Ostern liebe Mutterfutter-Leser! Ich habe viele (sehr sehr viele) Zopf-Hasen gebacken. Zopfteig geht so und danach habe ich mehrere Teig-Bällchen geformt und ins Muffinblech gefüllt. Nochmals kleine Bällchen als Kopf drauf legen (und eventuell noch ein ganz kleines Bällchen für den Pommelschwanz), ein Cranberry als Nase und die Ohren habe ich aus Zahnstochern und Masking Tape gemacht. Phu! Jetzt darf auch Mama zurücklehnen.

Donnerstag, 28. März 2013

6 Monate: Ich stille weiter

Mein kleines Mädchen ist bereits sechs Monate alt. Sechs Monate, in denen ich sie getragen und gewiegt, gestillt und gestreichelt, umarmt und geliebt habe. Sechs Monate, in denen sie alles von mir abverlangt hat. Nie hätte ich gedacht, dass ich so sehr lieben und so viel geben könnte. Zugegeben, es gab auch Momente, in denen ich an meine Grenzen stiess. Momente, in denen ich sie nicht mehr tragen mochte, ihr Weinen nicht mehr hören konnte und mit meiner Geduld am Ende war. Zum Glück konnte in solchen Momenten immer mein Mann einspringen - was hätte ich ohne ihn getan!

Doch eine Sache, die blieb immer zwischen meiner Tochter und mir: Das Stillen. Egal wie hektisch der Tag, wie unruhig die Nacht, wenn ich Amelie stille, bleibt die Welt für ein paar Minuten stehen (und viel wichtiger: Es ist für ein paar Minuten ruhig). Und wenn immer möglich, versuche auch ich dann für kurze Zeit stillzustehen, mit meinen Gedanken nicht abzuschweifen und meine innere To-do-Liste kurz beiseite zu legen. Denn dann hat dieser Moment, in dem meine Tochter ihr Hunger bei mir stillt, etwas Magisches für mich. Nicht nur, weil ich ihr beim Stillen alle wichtigen Nährstoffe geben kann. Ich gebe ihr so auch meine Abwehrstoffe und Antikörper, wodurch sie vor Krankheit geschützt wird. Und tatsächlich: Sie war bisher noch nie krank, obwohl ich diesen Winter ständig mit Erkältungen und Grippen zu kämpfen hatte. Aber auch das ist ein Aspekt des Stillens: Es zehrt am Körper. Zumindest ist das bei mir so. Wenn ich mit einer Grippe im Bett lag, hatte ich manchmal das Gefühl, mein Baby saugt das letzte Leben aus mir raus.

Doch ich habe nie aufgegeben. Obwohl ich nach drei Monaten kurz davor war. Einerseits, weil sie damals einen Stillstreik einlegte, was unglaublich frustrierend und nervenaufreibend war. Andererseits war ich plötzlich überwältigt davon, wie viel von meinem Körper und meiner Zeit meine Tochter für sich beanspruchte und ich konnte mir nicht mehr vorstellen, nochmals drei Monate zu stillen. Denn sechs Monate, das war mein Ziel. Länger würde ich sie bestimmt nicht stillen, da war ich mir sicher. Das tun nur diese Übermütter, die, die ihr Kind auch noch stillen, wenn es bereits zur Schule geht. Davon war ich zumindest überzeugt, bevor ich selbst ein Kind hatte.

Und jetzt ist alles anders. Ich werde weiter stillen. Weil es meiner Tochter gut tut, aber auch, weil ich es gerne mache. Und weil es eben nicht nur eine Quelle für Nahrung sondern auch für ganz viel Zärtlichkeit und Liebe ist. Und das bin ich noch nicht bereit aufzugeben. Wie lange noch? Das weiss ich nicht. Ich werde es auf mich zukommen lassen. Und alle Leute ignorieren, denen - wie mir vor nicht allzu langer Zeit - die Vorurteile im Gesicht geschrieben stehen werden, wenn sie davon erfahren.


Unsere momentane Lieblingsstillposition, weil Amelie so ganz ohne Mamas Hilfe trinken kann.

Montag, 25. März 2013

Mit dem Kind zur Arbeit

Letzte Woche wurde ich an einen Presse-Event von Vertbaudet eingeladen. Das Label für Kindermode und Einrichtung präsentierte die neue Frühjahr-/Sommerkollektion und lud neben den Mamas auch gleich die Kinder ein. Zwar dachte ich erst, dass Amelie für die extra eingerichtete Spielecke noch etwas zu klein ist, doch da lag ich falsch: Sie war so fasziniert von den anderen Kindern und den vielen Spielsachen, dass sie auch noch zufrieden sitzen blieb, als Mama aus dem Blickfeld wich und in Ruhe mit den Erwachsenen sprach. Ich war begeistert von der Idee, mit dem Kind zur Arbeit gehen zu können und wünschte mir, dass das öfters möglich wäre.

Ich genoss die neue Freiheit, um die schöne Kollektion von Vertbaudet zu bestaunen. Besonders gefallen haben mir die Deko-Artikel des Labels. Wenn ich im Online-Shop von Vertbaudet stöbere, würde ich am liebsten gleich das ganze Kinderzimmer neu einrichten. Schlussendlich habe ich mich aber auf zwei runde Teppiche in Rot beschränkt. Sie passen perfekt in Amelies jetziges Zimmer und ich kann es kaum erwarten, bis sie hier ankommen.

Hier einige Impressionen des Events: Teile der neuen Kollektion, die wunderschön eingerichtete Spielecke und Amelie, wie sie mit einer Prinzessin Bekanntschaft macht. 

Mittwoch, 20. März 2013

Mode für Kinder?

Foto von Karolina Henke

Mode von Labube
Mode von Labube

Wenn ich im Internet nach süsser Kindermode suche, stosse ich immer wieder auf Fotos wie diese und fühle mich irgendwie angewidert. Zwar sind die Bilder nicht anstössig, ich frage mich aber, wieso die Kinder auf den Fotos so aussehen müssen, als wären sie erwachsen. Wen sollen diese Fotos denn ansprechen? Mich als Mama sprechen sie nicht an. Ich finde Kinder (und auch ihre Klamotten) sollten verspielt sein, fröhlich und unbeschwert. Wenn mich aber ein Mädchen auf einem Foto so traurig anschaut, dann bekomme ich Mitleid und möchte die Leute verfluchen, die das Kind gezwungen haben, so zu posieren. Was sagt ihr dazu? Sind solche High-Fashion-Fotos von Kindern ok?

Sonntag, 17. März 2013

Testbericht: Kochpost.ch

 
Ich durfte diese Woche den Schweizer Online-Dienst Kochposttesten. Die Idee hinter Kochpost ist einfach: Der Dienst liefert seinen Kunden alle Zutaten inklusive Rezepte für drei bis vier Mahlzeiten nach Hause (Kostenpunkt für zwei Personen: 100 bis 110 Franken). So bleibt einem das mühsame Einkaufen erspart. Keine schreienden Kinder,  keine Einkaufswagen-Kollisionen und kein Anstehen an der Kasse. Nur schon deshalb finde ich den Dienst toll! Zudem waren die Rezepte einfach formuliert und auch für weniger kocherprobte gut durchführbar. Gefreut habe ich mich auch darüber, dass viele der Zutaten Bio waren.

Ein weiterer Vorteil von Kochpost ist, dass man mal wieder etwas Neues ausprobiert. So habe ich diese Woche ein Schweinskotelett gegessen - etwas, das ich selbst niemals einkaufen würde. Zu meiner Überraschung fand ich es richtig lecker. Gleichzeitig kann das aber auch ein Nachteil sein. Beispielsweise, wenn man ein Menu nicht mag oder - wie ich - Allergien hat. Zwar waren die Rezepte jeweils mit "Glutenfrei" oder "Laktosefrei" gekennzeichnet, was mich freute. Doch eine Ausweichmöglichkeit bietet der Dienst nicht. Vegetariern ist es jedoch möglich, eine fleischfreie Box zu bestellen. Ein weiterer Nachteil: Würde man selbst Einkaufen gehen, käme man wohl günstiger weg, als mit Kochpost. Dies dürfte vor allem für Familien ein wichtiges Kriterium sein.

Trotzdem würde ich den Dienst jederzeit weiterempfehlen. Aus Kostengründen würde ich nicht wöchentlich davon Gebrauch machen, wohl aber, wenn ich wüsste, dass ich in den nächsten Tagen keine Zeit für den Einkauf und eine eigene Menuplanung hätte.

Dieser Blogeintrag wurde gesponsert. Ich habe meine ehrliche Meinung zu dem Dienst wiedergegeben.

Mittwoch, 13. März 2013

Wie meine Tochter lernte, selbst einzuschlafen


Amelie konnte eigentlich von Geburt an selbst einschlafen. Ich musste sie nicht stundenlang tragen oder auf meinem Bauch einschlafen lassen. Zudem schlief sie ab der 8. Woche durch, also etwa 6 Stunden am Stück. So war das zumindest, bis wir über Neujahr in die Berge gingen. Amelie war damals gerade drei Monate alt und die Höhe machte ihr sehr zu schaffen. Sie schrie drei Tage lang sehr viel und schlief kaum. Damals begann ich damit, sie in meinen Armen zu tragen, bis sie eingeschlafen war. Und bevor ich mich versah, tat ich das auch, als wir wieder zu Hause waren. Sie schien es zu geniessen - und ich ja eigentlich auch. Es war schön, vor dem Schlafengehen noch einmal so viel Zeit mit ihr zu verbringen und Zärtlichkeiten auszutauschen. Also machte ich es weiterhin.

Doch irgendwann führte das dazu, dass sie auch in der Nacht, wenn sie aufwachte, nicht mehr alleine einschlafen konnte. Es war ein schleichender Prozess. Aber schlussendlich fand ich mich um drei Uhr Nachts in ihrem Zimmer wieder, hin- und her gehend, in der Hoffnung, sie würde endlich wieder zur Ruhe kommen, damit ich vor dem Morgen auch noch etwas Schlaf bekomme. Zudem bemerkte ich, dass sie morgens nicht ausgeruht war. Sie konnte sich nachts nicht mehr erholen, wachte bereits müde und schlecht gelaunt auf, nur um nach einer Stunde bereits das erste Nickerchen zu machen.

Irgendwann dachte ich, so kann das nicht weitergehen. Ich wusste, dass Amelie alleine einschlafen kann und wollte es ihr wieder beibringen. Zudem erinnerte ich mich an einen Blogeintrag von Joanna von A Cup Of Jo. Sie hatte ein ähnliches Problem mit ihrem Sohn und hatte es geschafft, dass er alleine einschlief. Ich hatte von der Methode bereits in Büchern gelesen, doch ihr Erfahrungsbericht zeigte mir, dass es tatsächlich umsetzbar ist, auch wenn es anfangs etwas brutal klingt: Man soll das Kind, nachdem man die üblichen Gute-Nacht-Rituale (ganz wichtig!) durchgeführt hat, in sein Bettchen legen und nach einem letzten Gute-Nacht-Kuss aus dem Zimmer gehen und nicht mehr zurück kommen, auch wenn das Kind schreit. Ich weiss, diese Methode ist nicht jedermanns Sache und auch ich hatte meine Tochter bisher noch nie schreien lassen. In der Annahme, dass ihr etwas fehlt, wenn sie schreit, versuchte ich immer, ihr zu helfen. Trotzdem wollte ich diese Methode versuchen, weil ich der festen Überzeugung war, dass auch Amelie zufriedener sein wird, wenn sie es selbst schafft, einzuschlafen. Im Buch Babyjahre von Remo H. Largo las ich zudem, dass Selbständigkeit für Kinder sehr befriedigend sein kann und man sie mit zu viel Liebe eben auch erdrücken kann. Das leuchtete mir ein. Also versuchte ich es.

Amelie schrie 33 Minuten lang. Das waren die längsten 33 Minuten meines Lebens. Und als 30 Minuten um waren, konnte ich nicht mehr. Ich wollte zu ihr gehen. Zum Glück ging ich erst noch zur Toilette, denn als ich dort war, hörte das Schreien auf. Einfach so. Amelie schlief... und schlief... und schlief. Zehn Stunden insgesamt. Es war toll. Ich musste sie nicht nachts um drei beruhigen, weil sie nicht mehr einschlafen konnte. Und als sie am Morgen erwachte, strahlte sie mich an, als wollte sie mir sagen: "Das habe ich alleine geschafft, Mama!". (Ok, das war vielleicht auch Einbildung). Aber sie war glücklich und erholt. Als ich sie am Abend darauf wieder ins Bettchen legte und aus dem Zimmer ging, hörte ich sie noch etwa 10 Minuten Zappeln und Brabbeln. Danach schlief sie ohne zu weinen ein. Und so war es seither immer. Ausnahmen bestätigen die Regel: Wenn es ihr schlecht geht, will sie in Mamis Arm einschlafen und das darf sie auch. Aber ansonsten geht sie jetzt immer alleine schlafen und schreit erst wieder Morgens, wenn sie Hunger hat.

Montag, 11. März 2013

Fast Lunch: Club-Sandwich

Keine Zeit für grosse Worte. Braucht es auch nicht bei diesem Gericht. Es ist ein Club-Sandwich. Ich habe das Rezept von der Saison Küche. Das 3-stöckige Sandwich ist genau das Richtige, wenn man mal wieder Lust auf McDonalds hat, dort aber nicht hingehen kann oder will.

PS: Beilagen sind nicht nötig. Ich habe dazu (fürs schlechte Gewissen) noch einen Salat gemacht, der blieb aber unberührt.

Dienstag, 5. März 2013

Verlosung eines 3 Sprouts Caddy

Vor kurzem habe ich euch von diesem wunderschönen Aufbewahrungskorb berichtet, den ich für die Spielsachen meiner Tochter gekauft habe. Er stammt von der Marke 3 Sprouts, die ganz viele tolle Sachen herstellt.

Amelie hat den Aufbewahrungskorb inzwischen getestet und für gut befunden.

Ich habe 3 Sprouts im Internet entdeckt und war sofort begeistert von den schönen Motiven auf ihren Aufbewahrungsboxen und -Körben. Die Produkte von 3 Sprouts sind in der Schweiz kaum auffindbar - doch auf diesem hübschen Online-Shop von Schlossfinkenstein wurde ich fündig.

Schlossfinkenstein ist ein Deko-Shop aus Zofingen, der ebenfalls von einer Mutter, Daniela Waldvogel, geführt wird (mehr Frauen-Power!). Und ich freue mich riesig, dass ich euch nun in Zusammenarbeit mit Schlossfinkenstein einen 3 Sprouts Storage Caddy (Motiv: Mouse) verlosen darf.


Dieser wunderschöne Storage Caddy wird verlost!


Und so kannst du gewinnen:

1. Werde Fan von Mutterfutter auf Facebook, wenn du es noch nicht bist.
2. Hinterlasse hier oder auf Facebook einen Kommentar mit deiner E-Mail-Adresse.
3. Ich werde dem Gewinner dann per E-Mail Bescheid geben.

Die Verlosung läuft noch bis Ende März. Ich drücke euch die Daumen!

Diese Verlosung gilt nur für meine Schweizer Leserinnen.

Montag, 4. März 2013

Eine Beichte

Mein erstes Geständnis: Als ich noch nicht Mutter war, verurteilte ich regelmässig Mütter für Verhalten, das meiner Meinung nach nicht tolerierbar war. Nicht nur habe ich sie verurteilt, ich habe in meinem Kopf sogar eine Liste von Dingen angelegt, die ich, wenn ich mal Mutter bin, NIEMALS machen werde. Hier die Liste (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  1. Das Kind an der Öffentlichkeit so ungeschickt zu stillen, dass die eigene Brust dabei mehrmals zur Hauptattraktion des Restaurants / des Spielplatzes / der Parkbank / des Parks wird.
  2. Mit dem Handy telefonieren oder eine SMS schreiben, währenddem man den Kinderwagen stösst. Das ist asozial und führt langfristig zu einem Aufmerksamkeitsdefizit beim Kind. 
  3. Mit anderen Müttern in ein Kaffee sitzen, mit Kind & Kinderwagen die Hälfte des Raumes beanspruchen, teilweise noch lauter tratschen als die Kinder schreien und manchmal sogar vergessen, dass die Kinder auch noch da sind, während sie gerade mit anderen Gästen, der Wand, dem Boden, dem Personal oder der Küche Bekanntschaft machen.
  4. Dem Kind sein Weggli bereits an der Migros-Kasse in die Hand geben, weil es danach schreit. 
  5. Es dann, weil man eben bezahlen und einpacken muss, aus den Augen verlieren,während dieses sein Weggli erst mit viel Sabber aufweicht, dann seine klebrigen kleinen Kinderhände darin badet und darauf die ganze Kasse und alle Personen, die nicht genügend Abstand halten, damit einkleistert.
  6. Danach merken, was geschehen ist, das Kind zu sich ziehen und sein Gesichtchen von den Weggli-Spuren befreien, indem man mit den eigenen Fingern alles abwischt und mangels Alternative den Weggli-Brei in den eigenen Mund befördert.
  7. Mit Kinderwagen und Einkauf während den Stosszeiten mit dem Bus / dem Zug nach Hause fahren und unglaublich genervt sein, dass weder der Kinderwagen noch die Einkaufstasche genügend Platz haben.
  8. Mit dem Kind auf dem Schoss Fernsehen / am Computer sitzen / Zeitung lesen. Siehe Punkt zwei (Aufmerksamkeitsdefizit).
Mein zweites Geständnis: Die meisten dieser guten Vorsätze habe ich inzwischen gebrochen. Und falls nicht, bin ich sicher, dass ich sie bald brechen werde. Ich kann nichts dafür, dass mir die Kleine am T-Shirt zieht, währenddem ich sie an der Öffentlichkeit stille. Zudem bin ich für jede Sekunde dankbar, in der meine Kleine im Kinderwagen seelig schläft, weil ich dann in Ruhe telefonieren oder SMS schreiben kann. Wann soll ich es sonst tun? Und ich will gar nicht wissen, wie viel Bananenbrei ich schon von meinen Fingern leckte, weil er nicht im Mund meines Kindes landete. Dabei mag ich Banane nicht mal. Zudem bin ich inzwischen ein grosser Fan und Verfechter der heiteren Mütterrunde in einem schönen Kaffee. Wenn man dabei sogar für ein paar Sekunden sein Kind vergisst - na dann DANK GOTT. Und wenn man dabei auch noch die Zeit vergisst und deshalb blöderweise genau zu Stosszeiten mit dem ÖV nach Hause muss, dann ist das eben blöd gelaufen. Was soll ich sagen.