Donnerstag, 29. August 2013

Wenn eine Mutter Arbeit sucht

Ich bin in einer Generation von Frauen aufgewachsen, die ausser für längere Ausgangszeiten und kürzere Röcke für nichts kämpfen musste. Unsere Grossmütter und Mütter haben den Weg für uns geebnet. Sie kämpften für unsere Rechte, dafür, dass wir in der Berufswelt anerkannt und gleichberechtigt werden. Dank ihnen habe ich bisher in meinem Leben keine Ungerechtigkeiten erfahren. Niemals in den vergangenen 30 Jahren habe ich daran gedacht, dass es leichter wäre, ein Mann zu sein. Nicht, als ich Wirtschaft studierte und mit rund 15 Männern ein Klassenzimmer teilte. Und auch nicht, als ich meine berufliche Karriere als Praktikantin bei einer Wirtschaftszeitung - ebenfalls dominiert von Männern - begann. Zwar war ich oft in der Minderheit, trotzdem fühlte ich mich niemals diskriminiert. Im Gegenteil. Man(n) respektierte mich.

Umso mehr schockierte es mich, als ich vor einigen Monaten zum ersten Mal mit Sexismus konfrontiert wurde. Nicht als Frau. Sondern als Mutter. Kaum zu glauben, mit welchen Vorurteilen man als neue Mama zu kämpfen hat. Begonnen hat es damit, dass ich mich auf Jobsuche machte. Nach etwa sechs Monaten zu Hause mit meiner Tochter merkte ich, dass ich ohne einen beruflichen Ausgleich nicht glücklich sein werde. Ich verschickte mehrere Bewerbungen und erhielt auch viele Rückmeldungen. Doch diese hatten sich gewaschen.

Die erste Rückmeldung war ein Telefonat von einer grossen Schweizer Versicherung. Sie fanden meine Bewerbung sehr ansprechend, wollten aber eines gleich im Vorfeld klären: Wenn das mit der Krippe fürs Kind nicht bereits geregelt sei, dürfe ich nicht ans Vorstellungsgespräch kommen. Aha. Alles klar. Ich log, sagte, das Kind hätte bereits einen Krippenplatz. Das reichte der Personalverantwortlichen vorerst. Ich durfte vorbei kommen. Der nächste Hammer: Eine der ersten Fragen am Vorstellungsgespräch: "Finden Sie es nicht etwas früh, acht Monate nach der Geburt ihrer Tochter bereits wieder arbeiten zu gehen?" Ha! Ich war sprachlos. Gehts noch? Der Vater geht meist bereits ein Tag nach der Geburt wieder arbeiten. Weil er muss. Was ich übrigens furchtbar finde. Ich würde jede Petition für eine gesetzliche Verankerung des Vaterschaftsurlaubes unterschreiben.

Das nächste Bewerbungsgespräch, diesmal bei einem Verlag, lief nicht viel anders ab. Diesmal war die erste Frage: "Wollen Sie noch ein zweites Kind?" Wieder war ich sprachlos. Solche Fragen dürften eigentlich nicht gestellt werden. Trotzdem wird man als Frau immer wieder damit konfrontiert. Klar, man könnte die Antwort verweigern. Doch mal ehrlich, dann kann man sich die Stelle gleich abschreiben. Mich hat diese offene Diskriminierung als Mutter richtig überfordert. Ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Weil ich bisher niemals für meine Rechte kämpfen musste.

Als ich schwanger wurde, habe ich keine Sekunde lang daran gezweifelt, dass ich wieder arbeiten gehen würde. Für mich war immer klar: Ich bin Journalistin. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn ich Kinder habe. Klar, ich hatte es mir damals etwas zu leicht vorgestellt. Ich dachte mir, nach dem Mutterschaftsurlaub gehe ich wieder arbeiten. Wie leichtfertig dieser Satz damals von meinen Lippen ging. Und wie unglaublich viel komplizierter die Realität doch ist. Niemals hätte ich gedacht, dass ich nach vier Monaten zu Hause unmöglich wieder hätte arbeiten gehen können. Viel zu sehr hing ich an meinem Baby. Schliesslich war es auf mich angewiesen. Ich stillte noch, stille noch heute und hätte das um nichts auf der Welt aufgeben wollen. Ich kündigte deshalb bei meinem damaligen Arbeitgeber und bereue diesen Schritt bis heute nicht.

Doch kurz kamen schon Zweifel auf. Nach unzähligen Bewerbungsschreiben und mehreren Vorstellungsgesprächen, die alle etwa gleich abliefen, begann mein Glaube an die Gleichberechtigung zu schwinden. Und ich war kurz davor, aufzugeben. Scheiss drauf. Dann eben doch gleich das zweite Kind. Ich kann ja auch nach dem zweiten Kind wieder arbeiten gehen. Und dann hat sich zumindest die lästige Frage nach dem zweiten Kind erledigt. Gleichzeitig plagten mich Ängste. Was ist, wenn ich den Anschluss verpasse? Wenn es das war mit meiner Karriere? Ich konnte es kaum glauben, dass ich überhaupt solche Gedanken hatte. Und zum Glück hat sich dann auch alles zum Guten gewendet. Ich habe eine Stelle gefunden. Sogar eine richtige Traumstellen. Ich kann mein Glück noch immer kaum fassen. Und gleichzeitig plagt mich das schlechte Gewissen jetzt schon, weil ich mein Kind bald 2,5 Tage in der Woche fremdbetreuen lassen werde. Fortsetzung folg...

Mittwoch, 21. August 2013

Sommerpause


Wir sind in den Sommerferien. Aber wir kommen zurück. Versprochen. Und dann gibts auch mal wieder etwas mehr Text. Ebenfalls versprochen.

Montag, 19. August 2013

Testbericht: Dramatically Different Moisturizing Lotion


Spendet die Dramatically Different Moisturizing Lotion mehr Feuchtigkeit als eine Spritzkanne?

Kennt ihr die Dramatically Different Moisturizing Lotion von Clinique? Sie wurde vor kurzem reformuliert. Die gelbe Wundercreme soll nun noch mehr Feuchtigkeit spenden und - das hat mich besonders hellhörig gemacht - die Feuchtigkeitsbarriere der Haut verbessern. Ich durfte die Lotion testen und habe das auch ausgiebig getan: Seit knapp einem Monat benutze ich die Gesichtscreme Morgens, Mittags und Abends. Hier meine Erkenntnisse:
  • Die Lotion gibt meiner extrem trockenen Haut tatsächlich genug Feuchtigkeit - jedoch nur, wenn ich sie dreimal täglich benutze.
  • Die Textur der Lotion ist wunderbar seidig und genau so fühlt sich auch die Haut an, wenn man sie damit eincremt. 
  • Die Lotion spendet zwar viel Feuchtigkeit, ist aber überhaupt nicht fettig oder dickflüssig, was erstaunlich ist.
  • Ob die Creme meine Feuchtigkeitsbarriere verbessert hat, weiss ich nicht. Ich spüre bisher keinen Unterschied. Schätze aber, dass es etwas Zeit beansprucht, um das festzustellen. 
  • Hat sich die Lotion mit der Reformulierung dramatisch verändert? Ich würde sagen ja. Denn ich nutzte die Dramatically Different Moisturizing Lotion von Clinique bereits vor einigen Jahren einmal und damals reichte sie mir nicht aus. Ich fand zwar schon damals die Textur wunderbar und meine Haut fühlte sich damit toll an. Leider bekam meine Haut damals aber nicht genug Feuchtigkeit davon, weshalb ich zusätzlich noch eine weitere Creme benutzen musste. Dies war bei der neuen Formel nicht mehr der Fall. 
Bleibt noch eine Frage: Spendet die Dramatically Different Moisturizing Lotion mehr Feuchtigkeit als eine Spritzkanne? Natürlich nicht. Aber sie spendet genug. Einziges Problem aus meiner Sicht: Mit 75 Franken für 125ml ist die Lotion eher teuer. Sie wird in meinem Haushalt deshalb ein Luxusprodukt bleiben, das ich mir einmal pro Jahr leiste - so ähnlich wie ein Wellnesswochenende in den Bergen.

Dieser Blogeintrag wurde gesponsort. Ich habe meine ehrliche Meinung dazu wiedergegeben.   

Sonntag, 18. August 2013

Taufe



Heute wurde unser Mädchen getauft. Es war ein wunderschöner Tag, den wir im engen Kreise mit der Familie bei viel Sonnenschein, gutem Essen und guten Gesprächen verbracht haben. Ich wünsche allen einen schönen Sonntagabend. Geniesst die letzten Stunden dieses perfekten Sommertages.

Dienstag, 13. August 2013

Kind krank, Blog auf Pause


Die Kleine ist krank und braucht meine Nähe im Moment rund um die Uhr. Ich finde deshalb keine Zeit für einen anständigen Blogeintrag. Ich hoffe aber, dass bald wieder mehr los ist hier... Ich habe einen Beauty-Blog über die Neuauflage meiner Lieblingscreme von Clinique in Planung. Zudem möchte ich meine Erfahrungen mit der Jobsuche als neue Mutter mit euch teilen. Bis dahin: Vergisst nicht, bei dem tollen Wettbewerb auf Mutterfutter mitzumachen. Es gibt eine mega süsse Bettwäsche zu gewinnen.

Donnerstag, 8. August 2013

Verlosung: Bettwäsche Happy Sheep

Juhui, es ist wieder Anfang Monat und ich darf euch auch im August wieder eine neue, tolle Verlosung präsentieren: Dieses Mal könnt ihr auf Mutterfutter diese Bettwäsche von Kindertraum.ch gewinnen (siehe Bild). Ich bin erstmals auf Kindertraum.ch gestossen, als ich für Amelie einen Sommerschlafsack suchte und ich konnte mich kaum entscheiden, so gross ist die Bettwäsche-Auswahl des Shops. Besonders gefällt mir, dass es nicht nur die übliche Auswahl an rosa oder hellblauer Wäsche mit irgendwelchen Tiermotiven mit Jööö-Effekt drauf gibt - davon hatte ich schon zu genüge in diversen Geschäften gesehen und ich konnte mich nicht wirklich dafür begeistern. Auf Kindertraum.ch habe ich dann diesen gepunkteten Schlafsack von Pinolino entdeckt und ihn sofort gekauft. Bisher bin ich sehr zufrieden damit - besonders jetzt, während den heissen Sommernächten, hat er uns gute Dienste geleistet. Zugleich habe ich mich aber in dieses wunderschöne Happy Sheep Wäscheset (ebenfalls von Pinolino) verliebt und freue mich deshalb ganz besonders, dass ich dieses nun einem meiner Leser verlosen darf. Herzlichen Dank dafür an Kindertraum.ch.



Mitmachen ist ganz einfach:

1. Hinterlasse hier einen Kommentar mit deiner E-Mail.
2. Werde Fan von Mutterfutter auf Facebook (falls du es nicht bereits bist).

Viel Glück!

Teilnahmebedingungen: Dieser Wettbewerb gilt nur für Schweizer Leserinnen und Leser und dauert bis Ende August.

Donnerstag, 1. August 2013

1. August-Törtchen


Zur Feier des Tages: Ein feines Johannisbeer-Baiser-Törtchen. Passt farblich perfekt zum 1. August (wenn man es mit roten Johannisbeeren macht - leider hatte ich in meinem Garten nur noch weisse). Aber geschmeckt hat es trotzdem! Und einfach sind die Törtchen auch noch:
  1. Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Für den Boden mit einem Trinkglas Kreise aus einem Fertigkuchenteig ausstechen und im Muffinblech auslegen (mit Papierförmchen). Mit einer Gabel mehrmals einstechen.
  3. Rund 1 TL gemahlene Mandeln pro Törtchen auf dem Boden verteilen.
  4. Die Törtchen mit Johannisbeeren füllen (ich hatte rund 300 Gramm).
  5. Für ca. 20 Minuten in den Backofen.
  6. In der Zwischenzeit 2 Eiweiss steif schlagen und 60 Gramm Zucker einlaufen lassen.
  7. Das steife Eiweiss auf die vorgebackenen Törtchen geben und nochmals für rund 10 Minuten bei 200 Grad in den Backofen. Die Törtchen gut beobachten, da die Baisermasse schnell verfärbt.

Und jetzt wünsche ich euch einen wunderschönen 1. August. Geniesst das sommerliche Wetter und lasst es krachen!