Sonntag, 10. November 2013

Im Schnelldurchlauf

Wie meine erste Arbeitswoche war? Etwa so:



Sie ging sehr schnell vorbei. Es war anstrengend, am Abend todmüde nach Hause zu kommen und statt die Füsse hochzulagern von Amelie nochmals voll beansprucht zu werden. Und trotzdem habe ich es geliebt, wieder im Büro zu sein. Ich habe gar nicht gemerkt, wie sehr ich es vermisst habe. Natürlich habe ich den Tag hindurch immer mal wieder an meine Tochter gedacht. Aber genauso oft dachte ich auch, wie schön es ist, wieder Journalistin zu sein.

Die Woche war nicht nur für mich, sondern auch für Amelie sehr anstrengend. Sie geht einmal in der Woche in die Kinderkrippe. Danach kommt sie jeweils schon so übermüdet nach Hause, dass es schwierig ist, noch etwas mit ihr anzufangen. Zudem ist sie noch ein bis zwei Mal die Woche bei der Grossmutter, wo die Tage schon spürbar ruhiger vergehen. Trotzdem lässt sie mich Abends jeweils wissen, wie sehr sie mich vermisst hat. Sie will ständigen Körperkontakt - meist auch in der Nacht. Deshalb haben wir vorübergehend ein Massenlager in unserem Schlafzimmer. Was ok ist, weil wir spüren, wie sehr sie uns in dieser noch neuen Situation braucht. Es ist wohl alles noch etwas viel für sie. Aber ich habe keinen Zweifel daran, dass wir alle letztendlich davon profitieren.

Ich zumindest war trotz Müdigkeit schon lange nicht mehr so glücklich darüber, Zeit mit meiner Tochter zu verbringen, wie diese Woche. Ich habe die Zeit, die ich mit ihr hatte, richtig genossen und jede Sekunde ausgekostet. Wenn man "nur" Mutter ist, vergisst man manchmal, wie viel die gemeinsame Zeit mit dem Kind wert ist. Es war schön, das wiedermal zu spüren. Genau so schön, wie es war, zu merken, dass ich neben Mami auch noch Journalistin bin.

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