Dienstag, 14. Januar 2014

Diese Frau hat drei Mal alleine zu Hause geboren

Ich gebe es zu, meine erste Reaktion auf Nadine Wenger war: Diese Frau hat sie nicht mehr alle. Sie erzählt bei Kurt Aeschbacher im Schweizer Fernsehen, wieso sie drei ihrer vier Kinder alleine zu Hause zur Welt gebracht hat - und wieso sie die Nabelschnur danach nicht selbst durchtrennte sondern wartete, bis sie austrocknete und von selbst brach. Das heisst in anderen Worten, Nadine Wenger musste sich 3-4 Tage mit ihrer Plazenta im Gepäck um ihr Neugeborenes kümmern. Ach ja, und ihre vier Kinder trugen nie Windeln.

Nach all diesen Verrücktheiten, die in der heutigen Welt kaum mehr vorstellbar sind, muss ich Nadine Wenger in einem Punkt Recht geben: Wir Frauen müssen wieder lernen, mehr in unser Körper und unsere Fähigkeiten zu vertrauen. Hier das Gespräch:


Was meint ihr dazu? Ist diese Frau total verrückt oder macht sie nur, was tausende von Frauen vor langer Zeit sowieso täglich gemacht haben? Eure Meinung würde ich interessieren.

Kommentare:

  1. Es gibt noch einige mehr wie Nadine. Z.B. ja auch Mary Mattiolo (freiebildung.ch) oder die hier ist auch bemerkenswert, v.a. weil man ihre Alleingeburten (eine davon im Wald) auf Video nachvollziehen kann: http://meinegeburt.blog.de/ (musst aber wohl durchs Archiv gehen, sie postet immer wieder Allein- und Hausgeburtsvideos). Wunderschöne Hausgeburtsfotos gibt es hier: http://www.documentingdelight.com/ Ich wage zu behaupten, dass solche Geburten, die Rückkehr zum Natürlichen, gerade arg im Trend liegen. Ich kenne auch in meinem eigenen Umfeld 3-4 Frauen, die zuhause (mit Hebamme) geboren haben, eine davon auch mit Lotusgeburt. Ich schätze ich würde auch damit liebäugeln wenn alles gut läuft, aber nicht, ohne mich intensiv darauf vorzubereiten. Das Nachlesen all der Geburtsberichte bei Mary oder auch Nadine, inspiriert einen schon. Ich habe auch Nadines Buch hier und auch wenn mir gewisse Teile davon dann doch zu esoterisch sind, kann ich mit dem meisten davon übereinstimmen :) Zu allem sind weder Nadine noch Mary offensichtliche Ökotanten. Beide sind sehr hübsch, wie ich finde und tragen damit doch sehr dazu bei, das Ganze positiv rüberzubringen ohne den Stempel Birkenstock+Selbstgestrickt zu erhalten. Ob diese Mütter nun mutig oder risikofreudig sind oder einfach nur auf sich selbst vertraut haben - ich finde es gut, dass sie ihren Weg gehen und ich finde, keiner sollte das irgendwie kritisch beurteilen, der es nicht selbst versucht hat. Es gibt eben mehr als nur den einen Weg, sein Kind auf die Welt zu bringen und gross zu ziehen. Halten wir Augen und Ohren offen und schauen, wie es andere tun... :)

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    1. Mary ist sehr wohl eine ökotante! ich finde eine hausgeburt, wenn man anderer leute kinder betreut sehr fragwürdig!

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  2. Wow, sag ich da. Ich finde diese Frau nicht verrückt, früher waren Hausgeburten schliesslich normal und ich denke schon, dass es ein besonderes Erlebnis ist zu Hause das Kind auf die Welt zu bringen. Heute sind Hausgeburten eher aussergewöhnlich. Für mich kommt eine Hausgeburt nicht in Frage, schliesslich musste unser Mädchen gleich nach der Geburt auf die Intensivstation und da möchte ich mir gar nicht ausmalen, was gewesen wäre wenn ich eine Hausgeburt gemacht hätte.

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  3. Hm. Für mich ganz normal. Aber das mag an meiner Lieblings-Facebook-Gruppe und den veganen Mamas dort liegen. Wir sind alle etwas "alternativer" drauf und da sind Lotusgeburten (das mit der Nabelschnur, bis sie austrocknet), Hausgeburten (oder wie bei mir geplant im Geburtshaus) und windelfrei keine Seltenheit. Im Gegenteil. Wir tauschen uns viel über diese Themen aus. Lotusgeburt möchte ich für mich nicht... aber ich mache mir auch Gedanken um Themen wie: "Die Nabelschnur muss unbedingt auspulsieren, bevor sie durchtrennt wird" oder "Was mache ich mit der Plazenta?" (Ich nehme sie auf jeden Fall mit und denke, ich werde sie dann im Frühling in den Garten pflanzen, mit einer schönen Rose darauf!!). :)

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