Dienstag, 2. Dezember 2014

Dinge, an die ich mich erinnern möchte



Inspiriert von dem schönen Blogeintrag von Mamaleone habe ich hier ein paar Sachen niedergeschrieben, an die ich mich erinnern möchte, wenn meine Kinder gross sind. Weil ich weiss, dass der Tag kommen wird, an dem sie mich nicht mehr so anschauen werden wie jetzt.

Amelie:

Wie du beim einschlafen meinen Kopf in deine zwei Händchen nimmst und dein Gesicht ganz fest an meines drückst. Manchmal so sehr, dass es mir ein Rätsel ist, wie du noch atmen kannst.

Wie du mich konstant anschaust, um die Reaktion auf meinem Gesicht abzulesen. Weil du wissen willst, wie ich auf dein Handeln reagiere. Und weil du meinen Gesichtsausdruck so gerne kopierst.

Wie liebevoll du mit deiner Puppe Anna umgehst. Weil ich weiss, dass das auch ein kleines bisschen mein Verdienst ist. Und das macht mich stolz.

Wie du letzten Sonntagmorgen zu uns ins Bett gekrochen bist und ganz unerwartet gesagt hast: "Weisch, Papi gern. Und Mami au." Es war das erste Mal, dass du uns das gesagt hast.

Dein Gesichtsausdruck und dein Gang, wenn du etwas gemacht hast, worauf du stolz bist.

Wie du deine Hand nach mir ausstreckst, sobald dir etwas nicht geheuer ist. Du vertraust darauf, bei mir in Sicherheit zu sein und das finde ich schön.

Wie du meinen Namen sagst, wenn man dich fragt, wie deine Mami heisst. "Dödeli."

Benjamin:

Dass du dein Kopf schon heben konntest, kaum warst du aus dem Bauch.

Dein fröhliches Gemüt. Du lächelst so ziemlich alles an, was zwei Augen hat.

Deine ruhige Art. Du weinst selten. Selbst wenn du Hunger hast, sagst du das lediglich mit Schmatzgeräuschen.

Wie fasziniert du seit Wochen das Mobile anschaust, das über deinem Bett hängt. Als wäre dahinter eine geheime Formel versteckt, die du zu lösen versuchst. Einfach nur süss.



Montag, 1. Dezember 2014

Ist das wirklich alles, was bleibt?



Es gibt ein neues Mama-Magazin auf dem Markt! "Make it easy" heisst es. Das klingt vielversprechend, fand ich. Nun, meine Freude verflog schlagartig, als ich das Heft zum ersten Mal in meinen Händen hielt und die Schlagzeilen auf der Titelseite las:

"Flacher Bauch?"
"Putzen für Faule"
"Sex? Heute lieber nicht..."
"Müde? Sieht man gar nicht"

Und zu guter Letzt:

"Der beste Apfelkuchen"

Meine Laune wechselte von "Juhui, ich habe einen Moment Zeit für mich und werde mir jetzt ein Magazin zu Gemüte führen", zu "Bitte sag mir, dass das nicht alles ist, was bleibt!" Es darf doch wirklich nicht wahr sein, dass ein Magazin, das speziell für Mütter konzipiert wurde, sich auf 82 Seiten mit Putzen, dicken Bäuchen und Sexentzug auseinandersetzt. Das ist nämlich ganz genau das, womit ich mich in meiner Pause nicht beschäftigen möchte.

Ja klar, mein Bauch war schon straffer und beim Putzen habe ich noch keinen Preis gewonnen. Aber - und jetzt wird die Chefredaktion des Magazins vielleicht etwas enttäuscht sein - das ist mir sowas von egal! Ich beschäftige mich lieber mit wichtigeren Dingen im Leben. Mit dem Weltgeschehen, einem guten Buch, oder einem Hobby. Ganz egal. Alles, nur nicht DAS. Denn ich bin zwar Mutter, aber meine Welt besteht noch aus so viel mehr als das. Was ihr da auf dem Cover habt, liebes "Make it easy"-Team, hat mich zutiefst beleidigt. Ich hoffe sehr, dass ihr noch mehr auf Lager habt.