Dienstag, 1. Dezember 2015

Ich werde es vermissen, das Stillen

Kurz nach Benjamins Geburt - wie habe ich mich aufs Stillen gefreut!
Als Benjamin auf die Welt kam, war für mich klar: Ich werde ihn mindestens ein Jahr lang stillen. Vielleicht auch länger. Ich hatte bereits Amelie so lange gestillt und ich tat es sehr gerne. Als ich Amelie abstillte, vermisste ich diese intime Zeit mit ihr Anfangs sehr. Deshalb dachte ich dieses Mal, vielleicht stille ich noch etwas weiter. Doch als mein Kleiner vor kurzem eins wurde, war ich bereit zum abstillen. Ich habe ihn in den letzten Monaten noch Morgens, Abends und in der Nacht gestillt und fand das zwar recht problemlos, trotzdem schränkte es mich ein.

Ich sehnte mich wieder nach mehr Freiheit. Schliesslich musste ich Abends meist zu Hause sein, um ihn in den Schlaf zu stillen. Und Nachts wachte Benjamin immer auf, weil er trinken wollte. Das begann ich als anstrengend zu empfinden, als ich wieder arbeitete. Zudem vermisste ich den Alkohol. Und ich wollte endlich mal wieder meinen BH ausziehen. Oh, wie sehr ich das wollte! Ich gehöre zu der Sorte Frauen, die konstant zu viel Milch hat. Ich musste deshalb bis zum Schluss immer Stilleinlagen tragen.

Und noch etwas machte mir zu schaffen: Wegen des Vitaminmangels hatte ich ständig Haarausfall. Ich nahm meine Vitamintabletten, doch das schien nicht zu helfen. Inzwischen gibt es von Milupa auch Müsliriegel für stillende Mamas mit erhöhtem Nährstoffbedarf. Kennt ihr die? Auf ihrer Website gibt es übrigens auch ganz viele tolle Tipps für Mütter. Hier findet ihr zum Beispiel alles, was stillende Mütter interessieren könnte.

Anfang Oktober war ich dann jedenfalls soweit, den Kleinen abzustillen. Zuerst liess ich die Brust am Abend weg, dann Morgens und zum Schluss - und das war wohl das schwierigste - auch die in der Nacht. Der Kleine merkte zwar, dass er immer weniger bekam, akzeptierte es jedoch sehr schnell und verlangte auch nicht mehr danach. Ausser Nachts eben. Das war schwieriger. Ich versuchte es mit einem Schoppen Milchnahrung, doch die mochte er nicht. Anfangs wollte er sowieso nichts von der Flasche wissen. Inzwischen nimmt er gerne Wasser aus dem Schoppen (oder auch Sirup - er hat eine grosse Schwester, was soll ich sagen). Kuhmilch gibts in unserem Haushalt sowieso nicht, da ich und beide meiner Kinder allergisch reagieren.

Zum Schluss hatte es sogar etwas positives, dass ich abgestillt habe: Benjamin schläft jetzt nämlich durch. Ist ihm wohl zu blöd, aufzuwachen, wenns keine Brust mehr gibt. Mami findet das ganz in Ordnung so.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Aptaclub. 


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