Freitag, 4. Dezember 2015

Kinder und Betrunkene haben viel gemeinsam

Cheers to that! (Nein, das ist keine bezahlte Werbung für Corona.)


Das Leben mit Kindern ist nicht immer einfach. Eigentlich ist es, als würde man seinen Alltag mit einem (oder mehreren) Betrunkenen bewältigen. Ja wirklich, wenn man es sich genauer überlegt, sind die Parallelen verblüffend. Sie wollen Beispiele? Bitteschön:


  1. Fangen wir bei den ganz kleinen Kindern an. Jenen, die schwankend durchs Haus gehen und bei jedem Richtungswechsel hinfallen. Sehen Sie es vor sich? Wie ein Betrunkener auf dem Heimweg, oder?
     
  2. Führen wir den Gedanken weiter: Das kleine Kind geht also. Doch plötzlich wird es müde. Es setzt sich hin. Sein Blick wird leer. Sein Kopf beginnt langsam nach vorne zu kippen. Es schläft ein. Mitten im Spielzimmer. In der unbequemsten Lage. Kennen Sie sonst noch jemanden, der das kann? Richtig: Jemand, der deutlich zu tief ins Glas geschaut hat.
     
  3. Kaum ist es wieder wach, überkommt das Kleinkind ein unglaublicher Hunger. Doch es scheint seinen Mund beim Essen einfach nicht zu treffen. Zwischen den Bissen, die mal im Mund und mal am Boden landen, greift es nach seinem Becher, setzt an und schüttet den gesamten Inhalt über sich. Das kennen wir doch genauso von Menschen mit zu hohem Alkoholpegel.
     
  4. Die Motorik von Kindern lässt im Allgemeinen zu wünschen übrig. Da kann es schon mal vorkommen, dass sie über ihre eigenen Füsse stolpern oder aus Versehen direkt in eine Wand rennen. Wie ein Betrunkener eben. 
     
  5. Sind die Kinder dann älter, wird es auch nicht besser. Sie können einem in der Öffentlichkeit ganz schön peinlich sein. Unsere Tochter beispielsweise singt unglaublich gerne. Süss, nicht? Fand ich auch. Bis sie eines Tages in einem Restaurant aus voller Kehle zu trällern begann und nicht mehr aufhören wollte. Zum Glück fand sich am Nebentisch ein Betrunkener, der fröhlich mitträllerte.
     
  6. Schwierig ist auch die Phase, in der sie am liebsten nackt herumrennen. Sie entblössen sich ohne Vorwarnung – egal, wann und so. Sie haben ungefähr so viel Schamgefühl wie ein Beschwipster.
     
  7. Zudem sind Kinder emotional ganz schön labil. Zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt liegen oft nur ein paar wenige Sekunden. Es gibt nur eine Spezies, die genauso labil ist: Betrunkene.
Der einzige Unterschied? Im Gegensatz zu Erwachsenen, die zu tief ins Glas geschaut haben, sind die torkelnden, nackt auf dem Balkon herumhüpfenden und sabbernden Mini-Menschen einfach herzzerreissend süss.

Diese Kolumne ist auf Famigros.ch erschienen. 

Kommentare:

  1. Was ist denn das für ein seltsamer Text? Es liegt mir fern meine Süßen mit Betrunkenen zu vergleichen. Sorry lese deine Texte sonst gern aber der ging daneben.

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  2. Fand ich diesen Artikel witzig :) Danke sehr. LG, Kitti vom Sukhi.de Team

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  3. Ja, finde ich auch höchst seltsam....

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