Mittwoch, 10. August 2016

Mutterfutter legt eine Pause ein

Hosenanzug: Zeeman, Schuhe: Salt Water Sandals


Ihr Lieben, ihr habt vielleicht gemerkt, dass es auf dem Blog in letzter Zeit ziemlich ruhig war. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Unter anderem fehlt mir im Moment die Inspiration für Blogeinträge. Und - zwischen Arbeit und Familie - auch die Zeit. Es fällt mir schwer, die Glücksmomente mit der Familie zu geniessen, wenn ich im Hinterkopf eine To-do-Liste habe. Und der Blog - so viel Spass er auch machte - war immer ein grosser Teil dieser To-do-Liste. 

Ich schreibe diesen Blog nun seit über vier Jahren und er war für mich wie ein Tagebuch, das ich mit der Welt teilte. Doch im Moment weiss ich nicht mehr, wie viel ich so öffentlich teilen möchte. Auch der Kinder wegen. Ich bin mit ihnen gewachsen und sehe vieles anders, als früher. Unter anderem mache ich mir Gedanken darüber, welche Folgen es für sie haben wird, wenn hier, auf dieser Plattform, so viel über sie steht. 

Ich werde deshalb eine Pause einlegen. Wie lange sie sein wird, weiss ich noch nicht. Ich möchte euch, ihr lieben Leser, tausend Mal danken. Für die Treue, für den Austausch, für die Freundschaft. Es war so schön, online auf Mamis zu treffen, denen es genauso geht wie mir. Ich habe den Austausch mit euch immer sehr geschätzt und hoffe, ihr könnt meine Beweggründe verstehen. 

Sonntag, 17. Juli 2016

Brief an eine frisch gebackene Mutter

Liebe Mama
Jetzt ist es da, dein Baby. Und alles ist anders. Deine Liebe für dieses kleine Wesen übermannt dich noch immer täglich. Genauso wie das Chaos - im Haus und im Herzen. So hattest du dir das nicht vorgestellt. Fast täglich fühlst du dich überfordert, würdest am liebsten alles hinschmeissen und schreien: «Wie schafft ihr anderen Mütter das? Was mache ich falsch?»

Ich schreibe dir diesen Brief, um dir zu versichern: Nichts, du machst nichts falsch. Uns anderen Mamis gings genauso. Wir fühlten uns genauso überfordert, während unser Baby in unseren Armen nicht zu schreien aufhören wollte. Auch wir weinten irgendwann einfach mit. Und fragten uns: Schaffe ich das?

Aber ich möchte dir etwas verraten: Diese ersten Wochen, sie gehen vorbei. Dieser übernächtigte, vernebelte Zustand, in dem man das Gefühl hat, in einem Sumpf aus Babymilch und Babywindeln zu versinken, er geht vorüber. Aus dem Nachhinein gesehen sogar ziemlich schnell. Doch wenn man selbst mitten drin steckt, kommt diese Phase einem wie eine Ewigkeit vor. Wie sehr habe ich den Satz «Geniess es, es geht so schnell vorbei!» früher gehasst. Und jetzt bin ich selbst eine von denen, die ihn sagt. Weil es nun mal so ist.

Und trotzdem möchte ich dir sagen: Ich verstehe dich, wenn du es gerade nicht geniessen kannst. Denn die dunklen Nächte, in denen ein Babyschrei mich aus dem Tiefschlaf riss und ich das Gefühl hatte, unter Wasser von einer Kugel getroffen zu werden, die sich durch meinen gesamten Körper bohrt, sie hallen noch nach. Ich erinnere mich nur allzu gut daran. Glaube nicht, dass du damit alleine bist. Wir sind alle im selben Boot. Und du schaffst das. Einen Tag nach dem anderen. Und ehe du dich versiehst, ist aus deinem Baby ein Kleinkind geworden.

Diese Kolumne erschien auch auf famigros.ch.

Donnerstag, 30. Juni 2016

Jooseph's Bio-Mode aus der Schweiz

Es gibt sie auch in der Schweiz: Die kleinen Mode-Labels, die mit Bio-Textilien nachhaltige Kollektionen produzieren. Für mich führt gerade bei Kinder-Mode kein weg mehr daran vorbei. Deshalb musste ich nicht lange überlegen, als Lisa Löffelholz mich fragte, ob ich auf meinem Blog über ihr Label Jooseph's berichten möchte. Die süssen T-Shirts mit Monster-Motiven sind qualitativ hochwertig und bereiten mit ihren grossen, neugierigen Augen auch den Kleinen riesen Freude. Aber sieht selbst:




Mittwoch, 25. Mai 2016

Mein Bakfiets und ich


Es gibt da eine neue Liebe in meinem Leben. Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht schon das eine oder andere Foto davon gesehen. Eigentlich sogar ziemlich sicher. Denn es waren schon so einige Fotos. Weil ich mich einfach nicht satt sehen kann. Und weil ich so verrückt danach bin, dass ich kaum einen Tag ohne verbringe. Wovon ich spreche? Von meinem Bakfiets. Das ist niederländisch und heisst Lieferrad. Oh, wie ich mein Bakfiets liebe! Und die Kinder erst.

Ich weiss nicht mehr, wann ich zum ersten Mal ein Babboe Lastenrad sah - doch das Bild hat sich in mein Hirn eingebrannt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Für einen Veloanhänger konnte ich mich nie so richtig begeistern. Weil man die Kinder damit hinter sich her zieht, sie nicht sieht und den Radius in Kurven schlecht abschätzen kann. Im Babboe sitzen die Kinder direkt vor mir. Einem Baby könnte man den Nuggi reichen, so nah sitzen sie.

Ich habe mich für das Babboe Curve Mountain-E entschieden, damit kann ich problemlos auch Steigungen meistern - selbst wenn der Wagen mit Einkauf und Kindern vollgepackt ist. Anfangs ist das Steuern mit dem Velo gewöhnungsbedürftig, da die Holzkiste direkt am Lenkrad befestig ist. Auch an drei statt zwei Räder muss man sich erst gewöhnen.

Doch meine Erfahrung ist: Nach der zweiten Ausfahrt hat man den Dreh raus und von da an ist es Fahrspass pur. Besonders wenn man - wie ich - kein Auto hat, gewinnt man damit so viel Freiheit zurück. Ich würde es um nichts auf der Welt mehr hergeben.

Dieser Blogeintrag entstand in Zusammenarbeit mit Babboe Schweiz.

Dienstag, 24. Mai 2016

Mama und Papa nehmen eine Auszeit...

Wir waren dieses Wochenende im Löwen Hotel, Montafon. Ganz ohne Kinder, genossen mein Mann und ich ein Wochenende lang die Ruhe, die Bergluft und natürlich das feine Essen. Samstags gingen wir im schönen Silbertal wandern. Nach etwa fünf Stunden kamen wir dann erschöpft und glücklich ins Hotel und genossen noch den Wellness-Bereich, bevor es Zeit fürs Abendessen war. Der Wellnessbereich ist sehr grosszügig und bietet beispielsweise nicht nur eine sondern zwei verschiedene Dampfsaunas - einmal mit Kräutern und einmal mit Sole, inklusive Salzpeeling für die Haut.

Danach freute ich mich sehr darauf, mich mal wieder hübsch zu machen (auf Instagram gibts ein Bathroom-Selfie) und den Abend mit meinem Mann in einem schönen Restaurant zu verbringen. Solche Sachen tun wir viel zu selten, seit wir Kinder haben. Im Löwen Hotel gibt es jeden Abend ein 6-Gang-Menu - das war wirklich ausgezeichnet. Besonders angetan hat es mir die ausgefallene Dessert-Komposition, die nicht nur gut aussah, sondern auch ein Geschmackserlebnis war.

Herzlichen Dank an das gesamte Löwen-Team, das während des ganzen Wochenendes überaus aufmerksam und zuvorkommend war. Wir hatten eine wunderbare Zeit bei euch - und schlossen unsere Kinder am Sonntagabend wieder glücklich in die Arme. So eine Auszeit für Mama & Papa ist von unschätzbarem Wert, nicht? Wohin geht ihr jeweils, wenn ihr Zweisamkeit braucht?

Auf unserer Wanderung im Silbertal.
Der Pool war geheizt. 
Die Inneneinrichtung des Hotels war einfach umwerfend, mit viel Liebe zum Detail.
Es wurde vor kurzem renoviert. Das alte Holz in allen Räumen sorgt für Wärme... 
Der Lounge-Bereich.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Der innere Kampf

Grenzen setzen heisst auch: Streit nicht aus dem Weg gehen.

Ich würde meinen Erziehungsstil selber als recht strikt beschreiben. Ich lese zwar derzeit in den Medien sehr viel darüber, dass man sein Kind selbst entscheiden lassen soll, wie es sein Leben leben und sein Essen essen will, bin jedoch der festen Überzeugung, dass der Nachwuchs Führung braucht. Zwar finde ich den Ansatz spannend, den Kindern die Leitung zu übergeben. Jedoch würde das in unserem Haus im besten Falle im totalen Chaos, im schlechtesten mit Toten enden: «Mir egal, ob der Backofen an ist oder nicht, ich will da jetzt reinsteigen!»

Trotzdem lese ich die vielen Artikel über den antiautoritären Erziehungsstil immer mit grossem Interesse. Und obwohl ich nach aussen, so glaube ich zumindest, meinen Erziehungsstil recht selbstbewusst vertrete, führe ich innerlich nicht selten einen Kampf mit mir selber aus. 

So auch kürzlich, als mein Sohn, dem ich gerade seinen dunkelblauen Latz umgebunden hatte, unbedingt den hellblauen anziehen wollte. Sein Gesicht war bereits hochrot, die Augen wässrig, der Mund zusammengepresst. Kurz: Er war knapp davor, loszuschreien. Und zwar laut. Und lang. Trotzdem blieb ich standhaft und sagte: «Du trägst jetzt den dunkelblauen Latz. Keine Diskussion.» Selbstverständlich folgte darauf ein Trotzanfall erster Güte. Klingt vielleicht lustig, ist es aber nicht. Niemals. Und schon meldet sich meine innere Stimme: «Ist das jetzt wirklich nötig gewesen? Könntest du ihm nicht einfach den hellblauen Latz geben und alle hätten wieder Ruhe?» Darauf konterte eine zweite innere Stimme: «Um Himmels Willen, wieso zweifelst du jetzt schon wieder? Setz dich doch einfach mal durch.» 

Trotz dem ohrenbetäubenden Geschrei meines Sohnes höre ich die zwei Stimmen jeweils laut und deutlich. Und sie ärgern mich: Warum nur zweifeln wir Mütter immer so sehr an uns? 

Letztlich ist es doch so: Die meisten Eltern sind keine Erziehungs-Experten, müssen aber trotzdem tagtäglich erziehen. Ich weiss nicht, was richtig ist und was falsch. Was ich aber glaube zu wissen: Wenn wir das, was wir tun, mit Überzeugung und Selbstbewusstsein tun, dann geben wir unseren Kindern genau dies mit auf den Weg. Und das kann so falsch nicht sein - oder?


Dieser Text ist auch auf Famigros.ch erschienen .

Freitag, 22. April 2016

Freitags auf dem Markt









Jeden Freitagmorgen gehe ich auf den Markt in Winterthur. Ich liebe es, dort frisches Gemüse von Bauern aus der Region zu kaufen. Gerade jetzt, zu dieser Jahreszeit, ist es besonders schön.  Wenn die Sonne am Morgen ihr Licht auf die Blumenstände wirft, bin ich immer ganz verzaubert. Und dankbar dafür, dass ich diese wöchentlichen Marktbesuche mit meinen Kindern machen kann. Denn das ist nicht selbstverständlich.

Heute trug ich Benjamin auf dem Rücken mit dem neuen MyCarrier von Stokke. Bisher trug ich die Kinder, sobald sie grösser wurden, mit dem Ergobaby auf dem Rücken. Das Anziehen war damit aber immer sehr umständlich. Beim MyCarrier geht das viel besser, weil man das Kind als erstes reinsetzt und fixiert und erst dann die Trage wie ein Rucksack auf den Rücken schnallt. Das geht wirklich sehr flott. Zudem ist der Halt sehr gut, auch bei grösseren / schwereren Kindern - ich würde den MyCarrier ohne bedenken auch zum Wandern einsetzen. 

Beim letzten Foto sieht man, wie ich die Babytrage abnehme: Das Kind sitzt noch drin, während man die Trage wie ein Rucksack von den Schultern streift und an einem Griff sicher halten und nach vorne ziehen kann. Die Trage gibts übrigens auch für kleinere Kinder mit einem anderen, weicheren Trage-Einsatz. Mehr dazu hier

PS: Wenn ich übrigens auf Facebook noch einmal auf einen Aufruf wie "Mütter, tragt eure Kinder!" stosse, dann dreh ich durch. Es gibt Mütter, die würden ihr Kind liebend gerne tragen. Aber ihr Rücken lässt es nicht zu. Oder ihr Kind mag es nicht. Beides war bei mir der Fall. Ich kann mein Kind nicht länger als 30 Minuten tragen, ohne danach Rückenschmerzen zu haben. Also habe ich immer einen Kinderwagen dabei (auch heute war das so - auch wenn er nicht zu sehen ist auf den Fotos). Mütter mit Kinderwagen würde es nie in den Sinn kommen, tragende Mütter umstimmen zu wollen. Also lasst das. 

Dieser Blogeintrag wurde unterstützt von Stokke. Herzlichen Dank dafür. 

Donnerstag, 24. März 2016

Unser Tag im Schnelldurchlauf



Wollt ihr mal sehen, wie ein Tag bei uns zu Hause aussieht? Das könnt ihr jetzt! Denn gestern habe ich die Circle-Kamera von Logitech hinter unserem Esstisch platziert und den ganzen Tag gefilmt. Unser Esstisch ist das Herz des Hauses, hier essen wir jeden Tag drei Mal zusammen, machen Znüni-, Zvieri- und Kaffeepausen, basteln, malen, lesen usw.

Die Circle WLAN Sicherheitskamera kommt in Form eines kleinen, handlichen Balls. Man kannn damit seine Kinder, seine Haustiere oder einfach sein zu Hause im Auge behalten. Mit der dazugehörigen App kann jederzeit auf die Kamera zugegriffen werden, möchte Papa beispielsweise vom Büro aus schauen, was seine Frau und die Kinder gerade treiben (creepy!). Am meisten Spass an der Kamera macht mir aber das sogenannte Tagesresümee. Damit werden die letzten 24 Stunden im Schnelldurchlauf wiedergegeben. Und was soll ich sagen: Mit fast forward wird selbst der langweiligste Tag unterhaltsam (siehe Video). Findet ihr nicht auch?

Wenn ihr mehr über die Kamera wissen wollt, könnt ihr euch hier informieren.

Die Logi Circle wurde mir lieberweise von Logitech zur Verfügung gestellt. Jedes Wort in diesem Beitrag stammt von mir. 

Mittwoch, 24. Februar 2016

Unser täglicher Spaziergang





Da sich unser Dorfladen rund ein Kilometer von unserem Haus entfernt befindet, spazieren wir fast täglich dort hin. Erstens, weil ich mit den Kindern sowieso raus muss und zweitens, weil ich eine absolute Null beim Organisieren von Malzeiten bin - ich schaffe es knapp, die Malzeiten einen Tag voraus zu planen. Inzwischen läuft auch Benjamin den grössten Teil des Weges selbst.

Heute führte eine absurde Aneinanderreihung von Vorfällen dazu, dass wir auf dem Nachhauseweg viel zu lachen hatten. Als wir gerade an der Post vorbeiliefen, stand da eine Dame in Pelz vor ihrem Sportwagen und schrieh lauthals in ihr Smartphone. Offensichtlich startete ihr Superschlitten nicht mehr, weil die neue Batterie, die gerade mal einen Tag alt war, schon wieder leer war. Kaum sind wir etwa 30 Meter von der Dame entfernt, macht Benjamin so: "Mmmmmuuuuuuhhh!" Und dann Amelie so: "Wo hast du denn eine Kuh gesehen?" Und ich so: "Na vorhin, bei der Post!"

Zugegeben, anfangs lachte vor allem ich. Doch die Kinder stimmten schnell mit ein, auch wenn sie wohl nicht ganz sicher waren, wo es bei der Post eine Kuh hatte.

Übrigens: Diese tollen Winterstiefel von Amelie sind von Sorel. Wir waren damit gerade zwei Wochen in den Bergen und sie halten, was sie versprechen. Amelie hatte trotz wilden Schneeschlachten nicht ein Mal kalte oder nasse Füsse. (Es ist ratsam, eine Grösse grösser zu nehmen, da sie eher klein ausfallen.)

Dieser Blogeintrag wurde unterstützt von Sorel. Herzlichen Dank dafür. 

Sonntag, 21. Februar 2016

Über die flüchtigkeit des Glücks



Ich sitze auf dem Sofa, als meine Tochter sich vor mir zu drehen beginnt. Sie dreht sich und dreht sich und ruft dabei: «Mama, ich tanze bis zum Umfallen!» Ich sehe ihr zu, wie sie strahlt und sich dreht und empfinde ein tiefes Glücksgefühl. Dann fällt sie hin. Und während sie danach strahlend auf dem Boden liegt und darauf wartet, dass die Welt aufhört  zu drehen, realisiere ich, wie flüchtig diese Momente des Glücks mit Kleinkindern sind. Kaum da, sind sie meist schon wieder verflogen, bevor man es realisiert. Dabei möchte ich sie festhalten, um sie zu konservieren und nie mehr zu vergessen.
Den Duft meiner Kinder beispielsweise, als sie noch ganz klein waren, möchte ich für immer in Erinnerung behalten. Die Haut meines Sohnes riecht nach einer Mischung aus frischem Brot, das gerade aus dem Ofen gekommen ist und Mandelöl. Irgendwann wird er nicht mehr danach riechen. Nur ganz oben auf dem Kopf, dort wo früher diese weiche Stelle war, dort riecht meine dreijährige Tochter noch immer danach. Es ist ein einmaliger Geruch. Ihr Geruch. Manchmal schleiche ich mich nachts zu ihr ans Bett, knie mich zu ihr nieder und nehme einen tiefen Atemzug davon.
Oder ihr Humor. Kinder haben den skurrilsten Humor. Vor Kurzem sassen wir zusammen am Esstisch und lachten Tränen. Warum, wird sich mir wohl nie erschliessen. Ich lachte einfach mit. Denn dieses Kinderlachen, dieses laute, herzhafte, völlig hemmungslose Kinderlachen, es ist so ansteckend. In solchen Momenten würde ich die Zeit am liebsten anhalten. Doch das geht nicht. Denn die Zeit, sie ist genauso flüchtig wie das Glück.

Dieser Text ist auch auf Famigros.ch erschienen .

Donnerstag, 4. Februar 2016

Wenn das Kind Allergien hat

Heute liebt sie Joghurt - Soja-Joghurt. 

Ich habe auf diesem Blog noch nie viel darüber geschrieben, dass unsere Familie eine lange Geschichte hat, was Allergien angeht. Mein Bruder und ich waren von Geburt an auf vieles allergisch - unter anderem auf Kuhmilch. Für meine Mutter war das damals nicht einfach, da es zu der Zeit noch nicht so viele Alternativen gab wie heute.

Gerade weil ich so viel Erfahrung habe mit allergischen Reaktionen, wollte ich vermeiden, dass meinen Kindern ähnliches widerfährt. Mir war klar, dass sie irgendwann Milch probieren würden, doch ich versuchte es bei Beiden so lange wie möglich zu vermeiden. Da ich lange stillen konnte, war das auch nicht so schwierig. Obwohl ich bei Benjamin im Spital dafür kämpfen musste, dass sie ihm gleich nach der Geburt keinen Milchschoppen verabreichten (weil bei mir der Verdacht auf Schwangerschaftsdiabetes bestand und das beim Baby offensichtlich die Gefahr von Unterzuckerung nach der Geburt birgt).

Doch auch Mütter, die nicht stillen können oder wollen, haben heute gute Alternativen. Von Aptamil gibt es beispielsweise die hypoallergene Milch (HA-Milch) die extra für Kinder konzipiert wurde, die eine allergische Veranlagung aufweisen. Durch eine teilhydrolyse der Kuhmilchproteine verliert diese Milch zum grössten Teil ihre allergene Wirkung.

Hier gibt es übrigens ein Tool, um herauszufinden, ob dein Baby eine allergische Veranlagung haben könnte oder nicht. Meine Kinder reagieren bis heute mit einem Ausschlag rund um den Mund, wenn sie Milchprodukte essen. Mein Arzt meint jedoch, diese Reaktion könnte mit der Zeit verschwinden.

Was sind eure Erfahrungen mit Allergien?


Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Aptamil. Jedes Wort stammt von mir.

Dienstag, 26. Januar 2016

Heute bin ich dankbar



Heute bin ich einfach nur dankbar. Dafür, dass ich diesen Tag mit euch verbringen durfte. Dafür, dass ich nicht vollzeit arbeiten muss, um über die Runden zu kommen. Dafür, dass mir jeder Tag im Büro wieder vor Augen führt, wie schön es doch eigentlich ist, den Tag zu Hause zu verbringen. Mit euch. Denn ihr seid so lustig. Und so voll mit Leben. Ihr habt so viel zu bieten. Manchmal vergesse ich das. Heute nicht.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Das Kinderzimmer

Heute, für etwa drei Sekunden, war das Kinderzimmer aufgeräumt. Also packte ich die Gelegenheit und tat, was ich schon lange tun wollte: Ich machte Fotos für euch. Es sieht bereits wieder anders aus als beim Einzug vor ein paar Monaten, da Amelie zu Weihnachten ein neues Bett bekommen hat (mehr dazu hier). Sie schläft übrigens sehr gut darin. Nur das alleine Einschlafen sind wir noch am üben, da sie bisher immer in unserem Bett eingeschlafen ist. Wir dachten, das neue Bett wäre eine gute Gelegenheit, auch gleich eine neue Regel einzuführen: Eingeschlafen wird im eigenen Bett. Bisher heisst das für mich, dass ich neben ihr liege, bis sie im Land der Träume ist. Zum Glück haben wir das Flexa-Bett von Micasa mit Besucherbett gekauft, das lässt sich nämlich leicht raus ziehen und so habe ich einen bequemen Liegeplatz während die Kleinen einschlafen. Zudem lässt sich das Flexa jederzeit zu einem Hochbett umfunktionieren, was wir wahrscheinlich tun werden, sobald Benjamin auch ein grosses Bett braucht. Ich freu mich schon riesig auf die Rutschbahn!

Vorerst darf er jetzt aber in Amelies Stokke-Bettli schlafen. Das hat eine Öffnung, so dass er jederzeit selbst raussteigen kann - was er auch oft und gerne tut. Er bekam vor kurzem einen Schlafsack und eine Decke aus der neuesten Kollektion von aden + anais geschenkt. Sie sind aus wunderbar weichem Musselin (das mit jedem Mal Waschen noch weicher wird). Ich habe auf diesem Blog schon mehrmals über die Tücher von aden + anais geschrieben, auch über das Pucken. Ich finde den Schlafsack sehr schön und leicht. Da er nur eine Schicht Musselin hat, ist er jedoch eher für Sommernächte geeignet.

Wie gefällt euch das Kinderzimmer?


Babybett: Stokke, Kinderbett: Micasa 

Schlafsack und Dreamblanket: aden + anais

Windeltasche: 3 Sprouts

Kindertisch und Stuhl von Urgrossmutter (mehr dazu hier).

Wunderschönes Tieralphabet von Vierundfünfzig Illustration (danke Instagram!).

Dieses Schaukelpferd bekam mein Mädchen, als sie eins wurde. Marke weiss ich nicht mehr.



Filzkugeln für eine bessere Welt






Vor kurzem bekam ich eine Anfrage von Sukhi.de, ob ich Interesse hätte, auf meinem Blog über ihren Online-Shop zu schreiben. Ich sah mir die Website an und blieb hängen - bei den wunderschönen Filzkugelteppichen, die es in allen erdenklichen Farben gibt. Und bei dem Video über die Mitarbeiter in Nepal, die diese Filzkugelteppiche fertigen. Bei einem Arbeitgeber, dem faire Handelspraktiken am Herzen liegen. Und den Frauen (und Männern) ein Gehalt bezahlen, dass ihnen ermöglicht, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Oder sie von zu Hause aus zu betreuen.

Solche Arbeitgeber sind in der heutigen Welt so selten - jedoch so nötig. Besonders in der Textilindustrie, wo zuweilen Verhältnisse herrschen, die wir uns gar nicht vorstellen können. Und die bereits tausende Tote gefordert haben. (Kennt ihr den Film The True Cost? Sehr sehenswert!)

Die Filzkugeln dieser Teppiche sind aus reiner Wolle, direkt aus Neuseeland. Wenn ich mich für eine Farbe entscheiden könnte und das nötige Kleingeld hätte, würde ich mir jetzt sofort einen Teppich bestellen. Bis dahin geniesse ich die zwei leuchtend roten Untersetzer, die mir Sukhi zur Verfügung gestellt hat und die so perfekt zu unserem Eichenholztisch passen. Könnt ihr verstehen, wieso ich so verliebt bin?